Gerhard Stäbler

Gerhard Stäbler, 1949 im süddeutschen Wilhelmsdorf bei Ravensburg geboren, studierte Komposition (bei Nicolaus A. Huber) und Orgel (bei Gerd Zacher) in Detmold und Essen und lebt als freischaffender Komponist seither im Ruhrgebiet. Mitte 2011 verlegte er seine Wirkungsstätte nach Düsseldorf.

Dem „Cornelius Cardew Memorial Prize” (1982) folgte eine lange Reihe von Auszeichnungen, Preisen (u.a. Duisburger Musikpreis 2003), Stipendien (u.a. der Japan Foundation, der amerikanischen Djerassi Foundation, der dänischen „Art Foundation” im Centro Cultural Mallorca und des Landes Niedersachsen oder des „ZKM – Zentrum für Kunst und Medientechnologie” Karlsruhe) und Kompositionsaufträgen (u.a. für die Wittener Tage für neue Kammermusik, die Donaueschinger Musiktage, die Musica Viva des Bayerischen Rundfunks, das Festival Mouvement des Saarländischen Rundfunks und für Musiktheater und Orchester im In- und Ausland). In erster Linie ist Stäbler Komponist und schrieb Musiktheater- Orchester-, Kammermusik-, Solowerke und Performances. Doch nicht nur, er engagierte sich außerdem auch politisch und auf organisatorischem Gebiet. So konzipierte Stäbler die „Aktive Musik”-Festivals mit Neuer Musik, war im Jahr 1995 künstlerischer Leiter der Weltmusiktage der „Internationalen Gesellschaft für Neue Musik” im Ruhrgebiet. Hierbei und in den Jahren danach initiierte er große musikalische Projekte im Öffentlichen und industriellen Raum – wie z.B. während der RuhrWorks 1989 in New York, den „las jornadas de arte contemporanea” in Porto (Portugal), 1997 und 1999 während der Internationalen Bauaustellung im Ruhrgebiet, 2005 in Trier, 2008 im Landschaftspark Duisburg im Oktober 2010 im Auftrag des Goethe Instituts der Ukraine auf dem Andreas-Steig im Zentrum Kiews, im März 2011 zusammen mit Kunsu Shim in der Philharmonie Essen und im September desselben Jahres in Vilnius. Von 2000 – 2010 leitete er zusammen mit Kunsu Shim das Duisburger Zentrum für zeitgenössische Musik „EarPort”. Als Composer-in-Residence und Gastprofessor wirkte er zeitweise unter anderem in vielen Ländern Europas, in Nord- und Südamerika, Australien sowie im Nahen und Fernen Osten.

Stäblers Musik verlässt vielfach den Rahmen des Üblichen, indem er Elemente in seine Kompositionen einbezieht, die die gewohnte Aufführungssituation (und damit die herkömmliche Publikumserwartung) durchbrechen, sei es durch Gesten oder Bewegungen im Raum, sei es mittels Licht- und Duftgestaltung oder aktives Einbeziehen des Publikums: Immer kommt es ihm darauf an, die Phantasie anzuregen, Ohren und andere Sinne für neue, unerwartete Wahrnehmungs- und Denkmuster zu sensibilisieren.

Besuchen Sie die Homepage von Gerhard Stäbler

Foto © EarPort Düsseldorf